Aufgaben und Zielsetzung

 

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Laut Gesellschaftervertrag gehören insbesondere folgende Tätigkeiten zum Gegenstand des Unternehmens:

- Auf der Grundlage der Zwecke der freien Wohlfahrtspflege solche Projekte zu entwickeln, zu initiieren, zu fördern und durchzuführen, die im Rahmen der Stadtentwicklung Aufgaben der Jugendhilfe und Wohlfahrtspflege übernehmen.

- Darüber hinaus fördert die Gesellschaft Kunst und Kultur.

Die Zwecke der Gesellschaft werden insbesondere verwirklicht durch:

- Die Beschaffung und Verwaltung von Wohn- und Nutzräumen für besondere Bedarfsgruppen des Wohnungsmarktes, für sozial benachteiligte Mieter, für Personengruppen der Sozial- und Jugendhilfe und für jugend- und sozialkulturelle Projekte.

- Die Bereitstellung und Sicherung von Arbeitsstätten und Ateliers für bildende Künstlerinnen und Künstler im Rahmen des Anmietprogrammes des Landes Berlin.

- Organisation, Beratung, Durchführung und Betreuung von baulichen Maßnahmen, einschließlich der Verbesserung des Wohnumfeldes im Rahmen der sozial orientierten Stadtentwicklung und unter besonderer Berücksichtigung der Förderung von Selbsthilfe im baulichen und sozialen Bereich.

- Beschäftigung und berufliche Qualifizierung aus dem Bereich der Jugendhilfe und der Personen aus dem Bereich von Problemgruppen des Arbeitsmarktes mit dem Ziel der dauerhaften sozialen und beruflichen Integration in das Gemeinwesen.

 

Treuhandauftrag

Seit 1988 ist die GSE per Senatsbeschluss vom Land Berlin beauftragt, unter gemeinnützigen Bestimmungen Räumlichkeiten für die besonderen Bedarfsgruppen des Wohnungsmarktes zu akquirieren und zu sichern. Zur Erfüllung Ihrer Aufgaben übernahm die GSE zunächst die Verwaltung und soziale Betreuung ganzer Objekte und trat darüber hinaus als Pächter und Generalmieter von Wohnungen auf. Diese Aufgabenstellung wurde 1995 durch einen Treuhandauftrag vom Land Berlin erweitert. Durch den Treuhandvertrag hat die GSE den Auftrag, Treuhandvermögen zu bilden. Sie soll ganze Objekte übernehmen, verwalten, bewirtschaften und mieten, um die Wohn- und Gewerberäume den Bedarfsgruppen langfristig anbieten zu können.

 

Zu den von der GSE zu versorgenden besonderen Bedarfsgruppen des Wohnungsmarktes gehören:

 

- Öffentliche und private Träger der Jugend- und Sozialhilfe

- Träger von Wohnfolgeeinrichtungen

- Soziokulturelle Initiativen

- Träger von Berufsbildung

- Selbsthilfegruppen

- Mietergenossenschaften

- Alleinstehende Personen in schwierigen Lebenslagen

- Frauen und Kinder, die Opfer häuslicher Gewalt geworden sind

- Kinderreiche Familien

- Familien mit Migrationshintergrund

- Jugendliche und junge Erwachsene, die sich vom Elternhaus trennen wollen

- Von Obdachlosigkeit bedrohte Personen

- Haushalte, die die hohen Mietbelastungen nicht zu tragen in der Lage sind

 

Um den Bedarf der gemeinnützigen Träger und Kulturprojekte an Räumlichkeiten gerecht zu werden, wird ein ressortübergreifender Ansatz verfolgt. Im Treuhandvertrag der GSE ist ausdrücklich vorgesehen, dass neben der reinen wohnungswirtschaftlichen Versorgung der besonderen Bedarfsgruppen ergänzende Maßnahmen angeboten werden sollen, wie:

 

- Beratung und Betreuung

- Aktivierung von Selbsthilfepotenzial

- Einsatz von Beschäftigungsmöglichkeiten (BFD, FSJ, MAE, Initiative Kulturarbeit)

- Mitwirkungsrechte der Mieter durch Mieterräte

- fachgerechter Einsatz von Fördermitteln anderer Fachressorts und Institutionen

- kontinuierliche Vor-Ort-Betreuung

- Sicherung des Einbezugs kommunaler Interessen durch Beiräte

- Betreiberaktivitäten bei Veranstaltungen im Sport-, Jugend- und Kulturbereich

 

Zur Erreichung der vertraglich festgelegten Ziele

- kooperiert die GSE mit den Bezirksämtern und Senatsverwaltungen Berlins

- arbeitet sie mit städtischen und privaten Wohnungsbaugesellschaften zusammen

- stimmt sie Finanzierungs- und Fördermodalitäten ab

- verwaltet sie treuhänderisch Komplementärmittel anderer Fachressorts

- sorgt sie für sachgerechte Instandsetzungen und Ausbau von Immobilien durch Übernahme von Bauherrenrollen und Projektsteuerungen

und

- liefert sie Abrechnungen, Dokumentationen und Berichte. 

 

Als Weiterentwicklung des Treuhandvertrages aus dem Jahr 1995 wurde 2015 der treuhänderische unentgeltliche Nießbrauch etabliert. Das bedeutet, dass das Land Berlin dem Treuhänder GSE auf Grundlage des Treuhandvertrages einen unentgeltlichen Nießbrauch an Grundstücken und Immobilien Berlins einräumen kann. Hierbei wird kein Eigentum übertragen, aber die Nießbrauchgestellung berechtigt den Treuhänder GSE zur Nutzung der Objekte.